Wenig Olympia – mehr Platz für Breitensport - 30. Juni 2015

Frank Steffel sieht in Rechtevergabe Chance für Breitensportarten im Fernsehen

Der Bundestagsabgeordnete und Obmann im Sportausschuss für die CDU-CSU-Fraktion Frank Steffel reagiert auf die Übertragungsrechte-Vergabe des IOC: „Diese Entscheidung sollte nicht heißen weniger Sport und Olympia im Öffentlich-Rechtlichen, sondern sie schafft neue Mittel und Zeiten für die Übertragung von Turnwettkämpfen, Ruder-Rennen, Dressur-Meisterschaften und Hand-oder Volleyballspielen. Statt Hunderte von Millionen der Gebühren für Fußball auszugeben, könnten ARD und ZDF Geld in die Übertragung von vielen anderen hochattraktiven und populären Sportarten investieren. Dafür erwarte ich auf von den Rundfunkräten, dass die Mittel für Sport nicht gekürzt werden, um diesen Sportarten eine Chance auf mediale Berichterstattung zu ermöglichen. Denn die öffentlich-rechtlichen Sender werden schließlich durch unsere Gebühren finanziert und müssen nicht so stark wie andere Sender nur auf die Quoten achten. Gleichzeitig müssen wir uns um die Übertragung von Olympischen Spielen keine Sorgen machen, da ARD und ZDF durch den Rundfunkstaatsvertrag dazu verpflichtet sind, diese in ihr Programm aufzunehmen.“

Hintergrund: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die olympischen TV-Rechte erstmals nicht an die öffentlich-rechtlichen Anstalten, sondern an den US-Konzern Discovery vergeben.