Steffel will Verkehr in Mitte trotz Bauarbeiten flüssig halten - 19. Januar 2012

Wilhelmstraße in Mitte weiterhin gesperrt/ drohender Verkehrskollaps mit Bauarbeiten zur U5/ Frank Steffel schreibt an neuen Verkehrssenator und neuen Innensenator

Bereits seit 2003 ist die Wilhelmstraße gesperrt, um die Britische Botschaft vor Anschlägen zu sichern. Das schränkt den Verkehrsfluss in Berlin-Mitte enorm ein. Nun kommen die Baumaßnahmen zur Verlängerung der U5 dazu.

Der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel befürchtet einen Verkehrskollaps: „Durch die Sperrung der Wilhelmstraße können die Berlinerinnen und Berliner eine wichtige Verkehrsstraße der Deutschen Hauptstadt seit über acht Jahren nicht benutzen. Mit den Sperrungen für die Verlängerung der U5 riskieren wir einen Verkehrskollaps! Es kann nicht sein, dass über Jahre und auf unbestimmte Zeit der Verkehr in der Innenstadt Berlins derartig behindert wird.“

Deshalb startete Steffel erneut eine Initiative, um die Öffnung der Wilhelmstraße für die Berlinerinnen und Berliner zu erreichen. Er wandte sich an Michael Müller, den neuen Senator für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt sowie den neuen Innensenator Frank Henkel. In einem Brief bat Steffel darum, dass die Senatoren sich um eine Lösung kümmern: „Ich bitte Sie, die Sicherheitslage vor der Botschaft erneut zu überprüfen und mögliche bauliche Maßnahmen oder notfalls eine Verlegung der Botschaft in Betracht zu ziehen.“

Steffel fordert: „Es muss ein Kompromiss gefunden werden, der einerseits die Mitarbeiter der britischen Botschaft nicht gefährdet und andererseits den Verkehrsfluss in der Deutschen Hauptstadt nicht dauerhaft empfindlich einschränkt.“ Er betont: „Wir müssen eine Lösung finden, denn das kann kein Dauerzustand sein!“

Auch für den Tourismus-Magnet Berlin ist die Sperrung eine erhebliche Einschränkung. Steffel: „Die Wilhelmstraße gehört zu den ehemaligen Prunkstraßen unserer Stadt. Hier stehen noch heute siebzehn denkmalgeschützte Häuser. Durch die Sperrung wird der Touristenfluss zwischen Brandenburger Tor und Topografie des Terrors gestört.“

Bereits im Oktober 2011 hatte sich Steffel öffentlich für eine Öffnung der Wilhelmstraße eingesetzt und dabei auch einen Umzug der britischen Botschaft an einen anderen Standort in Berlin nicht ausgeschlossen. Dafür bekam er aus der Berliner Bevölkerung breite Zustimmung.