Steffel informiert sich über geplante Flugrouten - 19. Januar 2012

Steffel sucht Gespräch mit der Deutschen Flugsicherung zu offenen Fragen/ DFS sieht starke Entlastung von Lärmbelästigung für Reinickendorf

Der neue Großflughafen BER ist eines der größten Infrastrukturprojekte Berlins. In den letzten Wochen erreichten den Reinickendorfer Bundestagsabgeordneten Frank Steffel viele Briefe und E-Mails mit Befürchtungen, dass gerade der Norden Berlins auch nach der Schließung des Flughafens Tegel von neuem Fluglärm betroffen sein könnte.

Diese Sorgen nahm Frank Steffel zum Anlass, sich abermals mit einem Vertreter der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Verbindung zu setzen und persönlich um Aufklärung zu bitten. Er erkundigte sich vor Ort im Tower des Flughafens Tegel und ließ sich von Hans Niebergall, der die DFS Berlin leitet, das An- und Abflugverfahren zum neuen Flughafen BER ausführlich erklären.

Nach dem Gespräch stellt Steffel fest: „Die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer werden erheblich vom Fluglärm entlastet. Das hat die Deutsche Flugsicherung nochmals zugesichert. Insbesondere die Bereiche Reinickendorf-West und Reinickendorf-Ost, aber auch andere Ortsteile werden spürbar befreit. Durch verstärkte Auslastung des Flughafens Tegel hatten im Sommer 2011 die Flugbewegungen über Reinickendorf stark zugenommen. Diese Belastung reduziert sich erheblich.“

Die Anflugroute RWY 25 L, die Auslöser der Diskussion in Reinickendorf gewesen ist, ist laut DFS für unseren Bezirk undramatisch. Dieses Verfahren werde nur bei sehr hohem Flugaufkommen angewendet und führe nördlich an Reinickendorf vorbei. Reinickendorf wird bei diesem Verfahren grundsätzlich nicht überflogen. Zusätzlich fliegen die Flugzeuge in dieser Phase des Anflugs noch sehr hoch und mit den Triebwerken im Leerlauf, verursachen also kaum Geräusche. Nach Auskunft der DFS ist deshalb kaum mit Lärmbelästigung zu rechnen.

Außerhalb der Zeiten mit starkem Flugaufkommen können direktere Wege über Berlin geflogen werden. Laut der DFS werden auch diese kürzeren Strecken nur in Einzelfällen über unseren Bezirk führen.

Steffel wird die Situation weiter im Auge behalten und auch in Zukunft ein offenes Ohr für Fragen der Bürgerinnen und Bürger haben. Nach der Festsetzung der Flugrouten und der Eröffnung des Flughafens wird Steffel prüfen, ob die gegebenen Zusagen eingehalten werden. Sechs Monate nach Aufnahme des Flugbetriebs wird die Situation durch die DFS erneut evaluiert.

„Einen wichtigen Beitrag zur Lärmreduzierung können die Fluggesellschaften leisten, indem sie Ihre Piloten anweisen, lärmmindernde Anflugverfahren zu nutzen. Auch darauf sollte die DFS bei der Evaluierung der Flugrouten achten. Die bevorstehende Schließung von Tegel wird die Lebensqualität für die Reinickendorfer weiter erhöhen“, ist sich Frank Steffel nach den Beratungen mit der DFS sicher.