Steffel für Verbot von Kutschfahrten in der Innenstadt - 21 Oktober 2011

Pferde haben in der Innenstadt nichts zu suchen / Kutschunternehmer sollen Ihren Schwerpunkt in den Tiergarten verlegen

Pferde gehören in den Wald, nicht auf die Straße. Der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel setzt sich für ein Verbot von Kutschfahrten rund um das Brandenburger Tor ein.

Steffel erklärt: „Für die Tiere sind diese Touren Stress und damit unzumutbar. Im Sommer gibt es nicht ausreichend Wasserstellen und keinen Schatten. Die Tiere stehen über Stunden in der Sonne. Der Weg führt meist durch vollbesetzte Straßen und viele Baustellen. Durch die teilweise Sperrung der Wilhelmstraße und den anstehenden Sperrungen durch den Bau der U55 wird sich die Verkehrssituation in Berlin-Mitte in den kommenden Monaten nochmals dramatisch verändern.“

Berlin ist nicht Wien. Steffel regt an, die Kutschfahrten alternativ durch den Tiergarten anzubieten: „Auch im New Yorker Central Park besteht die Möglichkeit einer Kutschfahrt. Entlang des Tiergartens gibt es viel zu sehn: Reichstag, Brandenburger Tor, Holocaust Mahnmal, Potsdamer Platz, Zoologischer Garten, Siegessäule, Schloss Bellevue und die Schwangere Auster. Es mir vollkommen unerklärlich, warum den Tieren und den anderen Verkehrsteilnehmern so etwas zugemutet wird.“

Mit einem Verbot für Kutschfahrten könnte man auch die Verschmutzung in den Griff bekommen, die die Pferde auf den Straßen in Berlin-Mitte hinterlassen.

„Ein Kutschfahrt durch einen Park ist schöner als eine Stunde durch Lärm, Hupen und rote Ampeln!“, so Steffel.

Ein Standortwechsel in den Tiergarten könnte zu einem neuen touristischen Markenzeichen für die Stadt Berlin werden.