Steffel fordert: Wilhelmsstraße sofort öffnen! - 14. April 2011

Seit November 2003 sind beide Fahrstreifen der Wilhelmsstraße vor der Britischen Botschaft gesperrt. Durch die Baumaßnahmen der U55 und der damit verbundenen Teilsperrung der Friedrichstraße verschärft sich die Verkehrssituation in Berlin-Mitte.

In wenigen Wochen beginnen die weiteren Baumaßnahmen der U55, die mit einer Teilsperrung der Friedrichstraße verbunden sind. Ab Juni 2011 wird die gesamte südliche Friedrichstraße ab Unter den Linden für 15 Monate gesperrt.  Spätestens dann kommt der Verkehr völlig zum Erliegen, weil es nicht genug Ausweichstraßen gibt. Der Berliner Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel fordert: „Bis Mitte Mai muss Wilhelmstraße wieder frei befahrbar sein! Die Baumaßnahmen für die U55 in der Innenstadt führen durch die Teilsperrung der Friedrichstraßen ansonsten zu einem Totalchaos.“

Vor acht Jahren wurden auf die Britische Botschaft in der Türkei Anschläge verübt. Seither ist aus Sicherheitsgründen die Wilhelmsstraße vor der Britischen Botschaft in Berlin gesperrt.

Auch für den Tourismusstandort Berlin ist die momentane Situation unglücklich. „Berlin kann stolz auf seine bauliche Geschichte sein, die besonders in der Innenstadt historische Gebäude und moderne Architektur verbindet. Die Wilhelmstraße gehört zu den ehemaligen Prunkstraßen unserer Stadt, an der sich noch heute siebzehn denkmalgeschützte Häuser befinden. Durch die Sperrung wird der Touristenfluss zwischen Brandenburger Tor und Topografie des Terrors gestört,“ so Steffel.

Im schlimmsten Fall müsse man über einen neuen Standort nachdenken. „Sollte das Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung durch den Senat das Ergebnis haben, die Sicherheitslage vor der Britischen Botschaft wäre unvermindert hoch, sollte man in Großbritannien auch über einen Umzug der Botschaft sprechen. Die Sicherheit der Botschaften und der Mitarbeiter ist wichtig. Sie darf den Verkehr der Berliner Innenstadt aber dennoch nicht über Jahre hinweg lahm legen.“