Steffel fordert: Bau-Unsinn am Zeltinger Platz stoppen! - 24. August 2012

Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel fordert: „Der Bau-Unsinn am Zeltinger Platz muss gestoppt werden! Steuergelder werden sinnlos verballert, der Verkehrsfluss wird gestört und der Platz wird verschandelt.“

Der Zeltinger Platz ist das grüne Herz Frohnaus. Hier können die Frohnauer Lebensmittel einkaufen, essen gehen und im Café leckeren Kuchen und die schöne Natur genießen. Morgens und abends ist er ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Denn für die meisten Frohnauer ist er das Nadelöhr in die Innenstadt.

Doch jetzt ist die Idylle am Zeltinger Platz in Gefahr. Es drohen zwei Fahrbahnverengungen. Grund für diesen Bauplan ist das Ziel, besonders die Ecke des Platzes, in die die Burgfrauenstraße mündet, für Fußgänger besser passierbar zu machen. Dazu sollte dort ein Zebrastreifen eingerichtet werden. Doch das ist bei einer zweispurigen Einbahnstraße verboten. Deshalb ordnete die ehemalige Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer eine Fahrbahnverengung an. Statt zwei Fahrbahnen würde nur noch eine zur Verfügung stehen.

Das hätte allerdings zur Folge, dass insbesondere zu den Zeiten des Berufsverkehrs mit einem Rückstau bis tief nach Frohnau zu rechnen ist und die Autofahrer in die Wohnstraßen ausweichen. Steffel: „Die autofeindlichen Verwaltung der ehemaligen Senatorin Ingeborg Junge-Reyer sorgt für ein stadtgesteuertes Verkehrschaos. Durch diese Maßnahme wird der Autoverkehr in Frohnau zerstört und die Mobilität der Menschen eingeschränkt.“

Inakzeptabel für den Berliner Bundestagsabgeordneten Dr. Frank Steffel: „Es muss einfachere und günstigere Lösungen für die Fußgänger geben, als das Nadelöhr Frohnaus für Autofahrer zum Dauer-Ärgernis zu machen. Verkehrschaos und Hup-Konzerte würden die idyllische Atmosphäre rund um den Zeltinger Platz zerstören. Denn zum Berufsverkehr müssen wir mit einem Rückstau bis tief nach Frohnau rechnen. Das nervt die Anwohner und schadet der Umwelt.“

Das ganze Projekt würde insgesamt rund 270 000 Euro Steuergelder kosten. Viel zu viel meint Steffel: „Die 270 000 Euro teure Fahrbahnverengung ist eine völlig unnötige Verschwendung von Steuergeldern für eine unpraktische Baumaßnahme.“

Eine echte Alternative wäre eine Bedarfsampel für Fußgänger. Dieser Vorschlag kam aus der Reinickendorfer BVV von den Grünen und der CDU. Frank Steffel unterstützt den Vorschlag: „Eine Ampel an diesem Standort halte ich für sinnvoller, als die Baumaßnahmen. Dann würde der Verkehrsfluss nur unterbrochen werden, wenn Fußgänger die Straße überqueren möchten, und wäre nicht dauerhaft durch eine viel zu enge Fahrbahn behindert.“

Dazu kommt, dass das denkmalgeschützte Ensemble aus Zeltinger Platz und Ludolfinger Platz durch den Umbau zerstört werden würde. Außerdem müssten die Bushaltestelle und das Wartehäuschen der Linien 120 und 125 verlegt werden. Auch das ansässige Gewerbe würde unter der schlechten Verkehrssituation leiden. Steffel: „Die vermeintliche Lösung ist nichts weiter als ein überteuerter Schildbürgerstreich. Steuergelder werden sinnlos verballert. Deshalb appelliere ich an den Stadtentwicklungs-Senator Michael Müller: Bitte überprüfen Sie die Pläne erneut. Es muss eine Lösung geben, die weniger Nachteile hat und trotzdem funktioniert.“