Steffel fordert 10-Euro-Chip-Gutschein für Sportvereinsbeiträge - 6. Juli 2010

Der CDU-Sport- und Ehrenamtsexperte unterstützt den Vorstoß von Ursula von der Leyen, Leistungen für Hartz-IV-Kindern als Gutschein-Chipkarte auszugeben

Der Berliner Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel begrüßt die Einführung von Chipkarten für Kinder von Hartz-IV-Empfängern. Insbesondere hält Dr. Steffel, der auch Präsident der Reinickendorfer Füchse e.V. ist, diese Regelung für die Beiträge an Sportvereine für zielführend.

„Ich freue mich über den Vorstoß der Bundesarbeitsministerin. Gutscheine sind die Garantie, damit Leistungen dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden und am meisten helfen.

Für die soziale Integration der Kinder wäre es hilfreich, wenn auf dieser Chipkarte 10 Euro pro Monat für Sportvereine reserviert sind. Es stimmt mich traurig, wenn wir wissen, dass immer Kinder aus Vereine genommen werden, weil die Eltern die Vereinsbeiträge nicht mehr bezahlen.

Dabei ist Sport für die Teilhabe am sozialen Leben gerade für Kinder entscheidend. In Berlin ist dies von besonderer Bedeutung. 37 Prozent der Berliner Kinder – das sind 170.000 Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren – leben in Hartz-IV-Familien. Diese sind von sozialer Isolation bedroht und nehmen zumeist am Vereinsleben nicht mehr teil.

Mit der Chipkarte können wir den Trend umdrehen. Gerade für Kinder in Ballungsräumen ist die Teilhabe am Vereinssport unverzichtbar.

Mehrere Studien haben ergeben: 80 Prozent aller Insassen von Jugendgefängnissen haben nie Vereinssport betrieben. Und diverse andere Untersuchungen zeigen, dass die Bildungschancen um 6 bis 10 Prozent steigen, wenn Kinder in Sportvereinen aktives Mitglied sind.“

Dr. Frank Steffel ist Präsident des Jugend- und Breitensportvereins Reinickendorfer Füchse mit 2.500 Mitgliedern in Berlin. Die Handballmannschaft der Herren spielt unter dem Namen Füchse Berlin in der Bundesliga.