Steffel: DDR-Dopern die Zusatzrente kürzen! - 14. September 2010

CDU-Sportexperte Dr. Frank Steffel ist schockiert über Doping-Beichte des ehemaligen DDR-Sportfunktionärs Köhler und fordert eine Wahrheitskommission

Dr. Frank Steffel fordert Konsequenzen aus dem heute bekannt gewordenen Geständnis des Top-Sportfunktionärs Thomas Köhler über das flächendeckende Staatsdoping in der DDR:

„Ich bin über die Offenheit von Thomas Köhler schockiert. Das muss jetzt Konsequenzen haben.

Ich will jetzt genau wissen: Wer wurde gedopt? Wer wusste davon? Wer hat die wissenschaftlichen Grundlagen geliefert?

Ich unterscheide klar zwischen Tätern und Opfern. Bei den Verbrechern sollte man eventuelle Zusatzrenten streichen. Gerade weil die Straftaten nach bundesdeutschem Recht heute verjährt sind. Wer als Täter wie Thomas Köhler jetzt auch noch mit seinen Schandtaten verdienen will, dem sollte man die Buch-Einnahmen wegnehmen und sie den Opfern zukommen lassen.“

Dr. Frank Steffel (44) ist ehrenamtlicher Präsident des Breiten- und Jugendsportvereins Reinickendorfer Füchse, deren Handballer sich als Füchse Berlin in der 1. Bundesliga etabliert haben. Seit 2009 ist der gebürtige Reinickendorfer auch direkt gewähltes Mitglied im Deutschen Bundestag. Dort gehört er dem Sport- und dem Finanzausschuss an.