Pressemitteilung: "10-Minutentakt der S1 zwischen Oranienburg und Frohnau schon heute umsetzen - Pendlerchaos beenden" - 14.01.2019

Pressemitteilung

Frank Steffel erklärt zum Investitionsprogramm „i2030“ des Landes Berlin:

„Das rot-rot-grüne Verkehrs-Investitionsprogramm „i2030“ sieht Verbesserungen zur Anbindung der Berliner Außenbezirke, beispielsweise auch Reinickendorfs, vor. Allerdings sind die Fristen bis zu den Freigaben zusätzlicher Streckenabschnitte oder Ausbauten bestehender Strecken extrem lang gewählt: Allein für den zweigleisigen Ausbau der S1 zwischen Reinickendorf und Oranienburg, der tagtäglich von zehntausenden Pendlern genutzt werden könnte, sieht der Plan eine Frist von bis zu 15 Jahren vor. Dies bedeutet, dass das tagtägliche Pendlerchaos mit verstopften Straßen und einem massiven Parkbedarf um viele Jahre verlängert werden soll.

Und dies, obwohl auch heute schon eine Taktverdichtung (in den Stoßzeiten morgens und nachmittags im 10-Minuten-Takt) zwischen Oranienburg und Frohnau durch den vorhandenen Begegnungsabschnitt der Züge bei Hohen Neuendorf gewährleistet wäre.

Der Strom der Berufspendler, der über die Außenbezirke größtenteils in die Mitte der Stadt strebt, muss jedoch dringend in neue Bahnen gelenkt werden.

Ich fordere deshalb den Berliner Senat eindringlich auf, endlich das bestehende S-Bahn-Angebot von und über Reinickendorf hin zur Mitte Berlins zu erhöhen und zusätzliche Züge auf die Gleise zu bringen.

Rot-Rot-Grün muss dringend den Irrweg verlassen, allein mit Verbesserungen im Straßenbahn- und Fahrradverkehr den Herausforderungen einer Metropolregion gerecht werden zu wollen. Damit lässt man Außenbezirke nur ein weiteres Mal im Stich.“