„Müller bricht Wahlversprechen“: U8-Verlängerung nicht mehr vorgesehen - 5. November 2016

Pressemitteilung

Berlin. Wie am Freitagabend bekannt wurde, ist im verkehrspolitischen Plan der rot-rot-grünen Regierung die Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel nicht mehr vorgesehen. Der Regierende Bürgermeister hatte die Verlängerung noch vor der Wahl versprochen. Dazu sagte der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel:

„Diesen Betrug am Wähler werden die Menschen im Märkischen Viertel so schnell nicht vergessen. Müller hat sein Wahlversprechen gebrochen. Nur ein halbes Jahr ist es her, dass der Regierende Bürgermeister und sein Verkehrssenator Geisel den Ausbau der U8 versprachen. Offensichtlich haben sie die Menschen vor der Wahl bewusst getäuscht. Ich werde mich weiterhin für die Anbindung der Menschen im Märkischen Viertel einsetzen.“

Im April hatte der Regierende Bürgermeister den Ausbau der U8 ins Märkische Viertel angekündigt, für die ein Teil des Tunnels bereits vor Jahren gebaut worden war. Im April sagte Müller: „Vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt ist es nicht nur wichtig, neu entstehende Gebiete verkehrlich zu erschließen, sondern auch bestehende Wohnquartiere verkehrlich besser anzubinden." Verkehrssenator Geisel sagte damals zur U8-Verlängerung: „Die Verlängerung ist eine sinnvolle Idee, zumal schon ein 600 Meter langer Tunnel dafür besteht". An diesem Tag hatte der Senat vor Ort im Rathaus Reinickendorf getagt. Im verkehrspolitischen Plan des neuen Senats wird die U8-Verlängerung nicht mehr genannt. Die neue Regierung will sich einzig auf den Ausbau der Straßenbahnen und die sogenannte Kanzlerbahn konzentrieren.