Mehr Geld gegen Einsamkeit im Alter - 19. November 2014

Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Frank Steffel machte sich Anfang September ein Bild vom Berliner Mobilitätshilfedienst des Unionhilfswerks und vor Ort. Er lobte die Arbeit: „Im Alltag denkt man kaum über das Problem nach, bis man plötzlich selbst davor steht: Durch Krankheit oder Alter in der Mobilität eingeschränkt zu sein, ist ein ernstes Problem. Ich freue mich, dass das Unionhilfswerk mit seinem Mobilitätshilfedienst hier wertvolle Hilfe gibt.

Die Mobilitätshilfedienste in Berlin erhöhen spürbar die Lebensqualität älterer Menschen. Dennoch ist Frank Steffel über die derzeitige Situation besorgt: „Zu viele Menschen können wegen fehlender Mittel nicht betreut werden. Die Betreuungszeiten sind zu kurz. Noch dazu sind die Mobilitätshelfer unterbezahlt. Daher benötigen die Berliner Mobilitätshilfedienste eine Finanzspritze.“
Daraufhin beschloss die CDU Reinickendorf auf ihrem Kreisparteitag im November einen Antrag an die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Darin fordert die CDU Reinickendorf eine Aufstockung der Mittel von 1,6 Mio. Euro auf jährlich 8 Mio. Euro.

„Die Menschen, die Deutschland wieder aufgebaut haben, verdienen es, dass wir uns um sie kümmern“, sagt der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel, der den Antrag initiiert hat. „Das gesellschaftliche Leben findet außerhalb unserer eigenen vier Wände statt. Älteren Menschen, die ihre Wohnung ohne fremde Hilfe nicht verlassen können, müssen wir die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Das ist unsere Verantwortung.“

Aus moralischen aber auch aus finanziellen Gründen besteht dringender Handlungsbedarf, so Frank Steffel: „In unserer immer älter werdenden Gesellschaft ist es notwendig, vielfältige Betreuungsangebote zu schaffen.“
Derzeit betreuen die Mobilitätshilfedienste etwa 1.350 Berliner Seniorinnen und Senioren für knapp zwei Stunden pro Woche. Künftig sollen mehr als 6.000 überwiegend durch den Rollstuhl in der Mobilität eingeschränkte Menschen die Dienste in Anspruch nehmen können.