Härtere Strafen für Einbrecher erzielt, CDU setzt sich gegen SPD durch - 31. März 2017

Koalition einigt sich auf Beschlüsse zum Wohnungseinbruch; Reinickendorf profitiert

Berlin. „Die Ergebnisse der gestrigen Koalitionsrunde sind ein wichtiger Erfolg. Ab jetzt werden Einbrüche in Privatwohnungen mit mindestens einem Jahr Haft bestraft. Damit haben wir uns gegen die SPD durchgesetzt“, sagte der Reinickendorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel am Tag nach der Koalitionssitzung. Die Mindeststrafe von einem Jahr wird Einbrecher künftig noch besser abschrecken. Der Beschluss macht zudem die Überwachung der Verdächtigen möglich.

In der Nacht zu Donnerstag hatte sich die Regierungskoalition auf elf Beschlüsse geeinigt. Neben dem Verbot von Kinderehen und der besseren Aufdeckung von Sozialleistungsbetrug verständigten sich die Mitglieder der Regierungsparteien auf die Mindeststrafe von einem Jahr beim Einbruch in eine dauerhaft privat genutzte Wohnung.

Damit werden auch gefasste Straftäter in Reinickendorf künftig härter bestraft und von Taten abgeschreckt. Der Bezirk gehört in Berlin zu denen, wo am häufigsten eingebrochen wird. Laut Kriminalitätsatlas der Senatsinnenverwaltung kam es 2015 zu 823 Einbrüchen in Reinickendorf, was ein Rückgang von rund 200 Einbruchsfällen war. Die meisten Einbrüche geschahen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf (Gesamt: 1.567). Insgesamt kam es 2015 zu 11.815 Einbrüchen in Berlin. In Reinickendorf sind Frohnau und Hermsdorf am stärksten von Einbrüchen betroffen.