Generalverdacht für Sportler untragbar - 16. Juni 2015

Dr. Frank Steffel stellt sich auf Seite der Sportler bei Anti-Doping-Gesetz-Entwurf

Nach der öffentlichen Anhörung zum Gesetz zur Bekämpfung von Doping im Sport sagt der Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel, Obmann der CDU-CSU-Fraktion im Sportausschuss: „Dass der Kampf gegen Doping im Sport weiter geführt werden muss, steht nicht zur Debatte. Doch die heutige Anhörung hat bestätigt, dass der Gesetzentwurf über das Ziel hinausschießt. Insbesondere die Regelung zur Besitzstrafbarkeit muss erneut auf den Prüfstand. Sie führt zu einem Generalverdacht für Sportler und wird zu einer unzumutbaren Belastung. Sie wird in der Praxis zu skurrilen Situationen führen und ist rechtsdogmatisch höchst fragwürdig. Es sollte uns zu denken geben, wenn Spitzensportler wie Robert Harting und Vertreter des DOSB diese Regelung einheitlich ablehnen. Es stellt sich die Frage für wen ein solches Gesetz entworfen wird. Integre, ehrliche professionelle Athleten werden schikaniert und die eigentlichen Betrüger bleiben davon unberührt. Ein Dopingsünder wie Jan Ullrich oder Lance Armstrong hat das Dopingmittel bestimmt nicht bei sich im Kühlschrank stehen. Insofern stelle ich mich voll und ganz auf die Seite der ehrlichen Sportler.“