Frank Steffel: Vorwurf der Senatsverwaltung ist eine Frechheit - 4. Juli 2013

Tegeler Fließ überflutet Lübarser Felder/ Umweltsenator Michael Müller wirft Landwirten Vernachlässigung des eigenen Landes vor/ Frank Steffel stellt sich hinter Lübarser

Zu den Vorwürfen des Umweltsenators Michael Müller an die Lübarser Landwirte sagt der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Frank Steffel: „Dass Senator Müller den Landwirten vorwirft, sich nicht ordentlich um ihr Land zu kümmern und an der Überflutung Schuld zu sein, grenzt an Frechheit. Die Lübarser bewirten das Land seit Generationen. Keiner kennt das Gebiet so gut wie die Landwirte!“

Die Lübarser Landwirte leiden regelmäßig unter überfluteten Wiesen, weil das Tegeler Fließ nicht geräumt wird. In den letzten Jahren gingen dadurch zahlreiche Ernten verloren. Das Heu, das für die Pferde benötigt wird, mussten die Landwirte teuer einkaufen. Umweltsenator Michael Müller hatte am Dienstag in der B.Z. gesagt, die Überflutungen sei durch die landwirtschaftliche Nutzung zustande gekommen. Dem wurde in einem Gutachten widersprochen.

Frank Steffel: „Wir erwarten von der zuständigen Senatsverwaltung, dass das Tegeler Fließ ordnungsgemäß geräumt wird, damit die Wiesen nicht permanent unter Wasser stehen. Hier stehen die Existenzen von vielen Familien auf dem Spiel!“

Am Dienstag hatte sich Frank Steffel die Lage gemeinsam mit der Bundes-Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner persönlich angeschaut. Beide sprachen sich für die Unterstützung der Landwirte aus. Steffel: „Die Landwirte und die Pferde gehören zu Lübars. Unsere Landwirte kümmern sich mit großer Leidenschaft um ihr Dorf. Ohne die engagierten Landwirte stirbt eines der letzten Dörfer Berlins. Ich erwarte jetzt von der Senatsverwaltung, dass sie gemeinsam mit den Landwirten eine schnelle Lösung findet.“

Hinter dem Vorgehen der Senatsverwaltung stehe offensichtlich ein falsches Verständnis von Naturschutz: „Das Land in Lübars soll kultiviert werden und nicht verwildern. Der Senatsverwaltung fehlt offensichtlich der politische Wille, die Landwirte zu unterstützen“, sagte Frank Steffel.