Frank Steffel: Tegel muss entlastet werden! - 23. Januar 2013

Reinickendorf durch rund 300 Flüge täglich belastet/ Stellvertretender CDU-Landesvorsitzender Frank Steffel fordert gemeinsam mit dem Landesvorstand der CDU Berlin: Weniger Flüge vom Flughafen Tegel, Anwohner entlasten

Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Berlin Frank Steffel fordert die Entlastung der Reinickendorfer Anwohner in der Einflugschneise: „Es kann nicht sein, dass die Anwohner rund um den Flughafen Tegel jetzt unter dem rot-roten Planungschaos der vergangenen Jahre leiden müssen! Es muss mit allen möglichen Mitteln versucht werden, Flüge von Tegel nach Schönefeld zu verlegen.“

In der Sitzung des Landesvorstandes der CDU Berlin hatte sich die Berliner CDU zu folgenden Punkten bekannt: Gefordert wurde unter anderem eine transparentere Arbeit des Aufsichtsrates, die Erweiterung der Kapazitäten am BER und vor allem die vollständige Auslastung des Flughafens Schönefeld, während Tegel entlastet wird.

Mit diesem Anliegen wandte sich Frank Steffel in einem Schreiben an den BER-Aufsichtsratsvorsitzenden und Ministerpräsidenten von Brandenburg Matthias Platzeck, den stellvertretenden Vorsitzenden und Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit und an den deutschen Verkehrsminister Peter Ramsauer: „Setzen Sie sich bitte dafür ein, die erneute Belastung des Flughafens Tegel zu stoppen. Schönefeld muss bis zur endgültigen Öffnung des BER ausgelastet werden, damit nicht nur Tegel die Folgen der erneuten Verschiebung zu tragen hat.“

Die Gesellschaften dürfen nach europäischem Recht selbst entscheiden, von welchen Flughäfen sie starten und wo sie landen. Dabei entscheiden sie sich in Berlin oft für das besser erreichbare Tegel. Frank Steffel: „Es müssen finanzielle Anreize für die Fluggesellschaften geschaffen werden. Beispielweise kann man die Start- und Landegebühr in Schönefeld senken, damit sich der Umzug lohnt.“

Verwundert zeigt Frank Steffel sich nun über die plötzliche Initiative der Reinickendorfer SPD: „Die SPD hat sich 2008 für die Schließung des Flughafens Tempelhof entschieden. Diese Kapazitäten fehlen uns jetzt. Hätte sich der Senat damals nicht voreilig für die Schließung des Flughafens Tempelhof vor der Eröffnung des BER entschieden, wäre die Belastung für die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer heute geringer.“

Frank Steffel (46) vertritt Reinickendorf im Deutschen Bundestag und ist stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Berlin.