Frank Steffel regt Umzug der Britischen Botschaft an - 21. Oktober 2011

Seit acht Jahren sind beide Fahrstreifen der Wilhelmstraße vor der Britischen Botschaft gesperrt. Das schränkt den Verkehrsfluss in Berlin-Mitte enorm ein. Eine Öffnung ist nicht in Sicht. Deshalb empfiehlt der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel eine Verlegung der Botschaft.

Nach einer Überprüfung der Sicherheitslage durch das Landeskriminalamt (LKA) schätzt die Senatsinnenverwaltung das Risiko eines Anschlags auf die Britische Botschaft weiterhin als hoch ein. Das heißt, dass die Wilhelmstraße auch weiterhin gesperrt bleibt.

Der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel sagt dazu: „Die Sicherheitslage ist nach Einschätzung des Berliner Senats weiterhin angespannt. Deshalb sollte man prüfen, ob es eine andere Möglichkeit gibt die Britische Botschaft zu sichern. Denn die dauerhafte Sperrung der Wilhelmstraße ist keine Lösung.“

Bei einem negativen Ergebnis sagt Steffel: „Ist das nicht der Fall, empfehle ich dem Senat, mit dem Botschafter Gespräche über einen neuen Standort zu führen.“

Denn Steffel meint: „Die Wilhelmstraße muss geöffnet werden. Die Infrastruktur der Deutschen Hauptstadt ist zu empfindlich eingeschränkt. Die Baumaßnahmen für die U5 in der Innenstadt sorgen durch die Teilsperrung der Friedrichstraße und Unter den Linden für eine große Belastung des Verkehrs. Deshalb empfehle ich in aller Freundschaft Gespräche über einen neuen, zentralen Standort, der besser zu sichern ist.“

Natürlich habe die Sicherheit der Botschaft Vorrang, deshalb müsste zur Not ein Kompromiss gefunden werden: „Die Sicherheit der Botschaften und der Mitarbeiter ist wichtig. Sie darf den Verkehr der Berliner Innenstadt aber dennoch nicht für die Ewigkeit lahm legen. Deshalb ist einer neuer, zentraler Standort, der besser zu sichern ist, eine gute und sinnvolle Alternative.“