Flugrouten werden ignoriert: Frank Steffel fordert Rücksicht - 7. April 2014

Anwohner dürfen nicht aus Profitgier belastet werden/ Steffel setzt sich vehement für Lärm-Entlastung ein

Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Frank Steffel sagt zu den jüngsten Berichten über die Abweichungen der Flugzeuge von den fest gesetzten Routen am Flughafen Tegel: „Es kann nicht sein, dass die Anwohner rund um den Flughafen Tegel noch mehr als ohnehin schon unter dem Fluglärm leiden müssen!“

„Ich kann mir kaum vorstellen, dass derartig viele Abweichungen nur aufs Wetter zurück zu führen sind. Denn wenn die Piloten früher abdrehen, verkürzt sich der Flug und die Fluggesellschaften sparen Kerosin. Doch diese Sparmaßnahmen tragen die Fluggesellschaften auf dem Rücken der Anwohner aus. Damit muss Schluss sein!“

Am Montag war bekannt geworden, dass viele Flüge, die am Flughafen Tegel starten, schon früher als gesetzlich festgeschrieben von ihren Routen abweichen. Normalerweise ist das Abknicken von der Startroute für große Maschinen erst ab einer Höhe von 1.500 Metern gestattet. Ausnahmen gibt es nur bei Notfällen, wie etwa extremen Wetterlagen. Oftmals ändern die Piloten ihre Route aber schon sehr viel früher – und überfliegen dabei dichtbesiedelte Wohngebiete.