Fluggesellschaften ignorieren Flugrouten: Frank Steffel fordert gesetzliche Regelung - 18. April 2013

Anwohner dürfen nicht aus Profitgier belastet werden/ Steffel setzt sich vehement für Lärm-Entlastung ein

Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Frank Steffel sagt zu den jüngsten Berichten über die Abweichungen der Flugzeuge von den fest gesetzten Routen: „Es kann nicht sein, dass die Flugrouten, die mühsam von Politik, Bürgern und der Deutschen Flugsicherung verhandelt wurden, derart von den Fluggesellschaften torpediert werden!“

„Ich kann mir kaum vorstellen, dass derartig viele Abweichungen nur aufs Wetter zurück zu führen sind. Denn wenn die Piloten früher abdrehen, verkürzt sich der Flug und die Fluggesellschaften sparen Kerosin. Doch diese Sparmaßnahmen tragen die Fluggesellschaften auf dem Rücken der Anwohner aus. Damit muss Schluss sein!“ Deshalb fordert Frank Steffel: „Das Recht, in Ausnahmefällen von den Flugrouten abweichen zu dürfen, muss gesetzlich beschränkt werden. Ausnahmen dürfen nicht die Regel sein. Es muss verboten werden, dass die Fluggesellschaften aus Profitgier ihre eigenen Flugrouten machen. Zur Planungssicherheit der Menschen am Boden gehört auch eine Verlässlichkeit der Flugrouten!“

„Durch das Planungschaos am BER und die ideologische Schließung des Flughafens Tempelhof trifft Rot-Rot die komplette Verantwortung für die Lärmbelastung in der Einflugschneise des Flughafens Tegel,“ sagt Frank Steffel. Diese Belastung dürfe nun nicht noch durch ein Flugrouten-Chaos verschärft werden.

Die Berliner Morgenpost hatte am Donnerstag über erhebliche Abweichungen von den gesetzten Flugrouten berichtet. Frank Steffel hatte sich bei einem Termin bei der Deutschen Flugsicherung am Flughafen Tegel informiert und dafür geworben, diese Ausnahmen nicht zur Regel zu machen.