FIFA-Chef Blatter muss Äußerungen über Homosexuelle richtigstellen oder sich entschuldigen - 16. Dezember 2010

Anlässlich der Diskussion um die Äußerungen von FIFA-Chef Joseph Blatter erklärt das Sportausschussmitglied im Deutschen Bundestag, Dr. Frank Steffel:

„Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hat sich in der Vergangenheit mit vielen Aktionen vorbildlich für die Rechte von Minderheiten eingesetzt und muss der Kritik an Blatters Äußerungen jetzt Taten folgen lassen. Als größter Fußballverband der Welt darf der DFB unter Theo Zwanziger nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern muss für diese Entgleisung eine Entschuldigung von Blatter einfordern. Sonst wird morgen Frauenfußball verboten weil die Hosen zu kurz sind und Frauen müssen verschleiert ins Stadion gehen.“

Frank Steffel ist Mitglied im Sportausschuss des Deutschen Bundestages und unter anderem Berichterstatter für sportliche Großveranstaltungen wie Weltmeisterschaften.

„Als FIFA-Chef ist es Blatters Aufgabe weltweit für Toleranz und Menschenrechte zu werben und nicht über Sex von Schwulen während der Fußball-WM 2022 in Katar zu schwadronieren. Joseph Blatter sollte seine inakzeptablen Äußerungen richtigstellen oder sich dafür entschuldigen.“