Causa Pechstein: Skandallöse Verurteilung macht Neubewertung notwendig - 29. Januar 2015

Steffel zollt DOSB für Einsicht Respekt und fordert, dass medizinischer Einsicht juristische folgen muss.

Frank Steffel, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Sportausschuss, sagt: „Die heute vorgelegte medizinische Beurteilung bestätigt meine erheblichen Zweifel an den Dopingvorwürfen gegen Claudia Pechstein aus den vergangenen Jahren.

Die vom DOSB daraus gezogenen Konsequenz und Bewertung der Causa Pechstein nach diesem medizinischen Freispruch verdient höchsten Respekt. Der DOSB macht nun eine Neubewertung des Falles möglich.“

Er fordert: „Die erstmalige, einmalige und letztmalige Verurteilung eines Sportlers durch Verbände und Gerichte ist ein Skandal. Obwohl Claudia Pechstein die verlorenen zwei Jahre ihrer Karriere und ihr guter Ruf nie mehr zurückgegeben werden können, muss nun endlich auch eine vorbehaltslose juristische Neubewertung folgen. Nunmehr sollten auch die ISU und das internationale Sportgericht CAS die offensichtlich falsche Verurteilung von Claudia Pechstein korrigieren. Zahlreiche Funktionäre, Politiker und Sportler sollten sich spätestens jetzt bei ihr entschuldigen.“

Hintergrund: Kommission Eine vom Deutschen Olympischen Sportbund DOSB eingesetzte Experten-Kommission bestätigte, dass die medizinische Bewertung als Grundlage des Dopingurteils gegen die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin im Jahr 2012 falsch war.