Britischer Botschafter offen für Steffels Vorschlag - 21. Januar 2013

Wilhelmstraße in Mitte immer noch gesperrt/ Frank Steffel setzt sich erneut für Öffnung ein/ Britische Botschafter offen für Ideen

Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel lässt nicht locker: Mit der Wilhelmstraße ist eine Hauptverkehrsader der deutschen Hauptstadt gesperrt. Nun hat Frank Steffel den neuen Britischen Botschafter S.E. Simon McDonald direkt kontaktiert: „Ich bitte Sie, die Situation vor der Britischen Botschaft erneut zu überprüfen. Aus meiner Sicht ist eine ewige Sperrung der Wilhelmstraße weder für die Britische Botschaft noch für Berliner und Berlin-Besucher ein akzeptables Ergebnis.“

Der Botschafter antwortete wenig später und zeigte sich offen für Vorschläge, sollten die Sicherheitsbehörden die Lage entsprechend einschätzen. Frank Steffel: „Ich bin dankbar und begrüße es sehr, dass der Botschafter sich offen zeigt, diese zehnjährige Sperre zu überdenken. Nun bitte ich den Senat, sich erneut mit diesem Fall zu beschäftigen.“

Deshalb appellierte er an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit: „Wir müssen eine Lösung finden. Die aktuelle Verkehrslage kann kein Dauerzustand sein!“

In einem Schreiben bat Frank Steffel den Bürgermeister, gemeinsam mit dem Bund tätig zu werden. Frank Steffel ist sich sicher: „Falls es hierbei zu steigenden Personalkosten oder erhebliche Umbauten kommen sollte, bin ich mir sicher, dass auch der Bund zu entsprechenden Gesprächen bereit ist.“

Für die Öffnung ohne Sicherheitseinschränkungen machte Frank Steffel mehrere Vorschläge: „Eine Idee wäre, die Wilhelmstraße nur einspurig zu öffnen, um den Verkehrsfluss wenigsten etwas zu entlasten. Die Breite der Straße würde meines Erachtens auch eine Verbreiterung des Bürgersteigs zulassen, wodurch die Zweispurigkeit trotzdem erhalten werden könnte.“

Die Wilhelmstraße ist inzwischen seit zehn Jahren gesperrt, um die Britische Botschaft vor Anschlägen zu sichern. Das schränkt den Verkehrsfluss in Berlin-Mitte enorm ein. Die Baumaßnahmen zur Verlängerung der U5 verschlimmern die Situation.

Bereits im Oktober 2011 und Anfang 2012 hatte sich Steffel öffentlich für eine Öffnung der Wilhelmstraße eingesetzt und dabei auch einen Umzug der britischen Botschaft an einen anderen Standort in Berlin nicht ausgeschlossen. Dafür bekam er aus der Berliner Bevölkerung breite Zustimmung.